Iran
Iran
 
Name:Dschomhuri-je Islami-je Iran
Hauptstadt:Teheran (ca. 14 Mio. Einwohner)
Fläche:1.648.000 km²
Staatsoberhaupt:Führer der Islamischen Revolution Ayatollah Seyed Ali Musavi KHAMENEI
Regierungsform:Islamische Präsidialrepublik (seit 1. April 1979)
Bevölkerungszahl:64 Mio. EW, etwas mehr als die Hälfte Perser sowie Aseris, Kurden, Luren, Araber, Belutschen, Kaschkai, Turkmenen
Landessprache:Farsi (Persisch), daneben Turksprachen, Kurdisch, Arabisch, Belutschisch und andere
Währung:Rial
BSP / BSP je Einwohner:81,13 Mrd. EUR /BIP pro Kopf 1.269 EUR
Religion:98 % Muslime (davon ca. 90 % Schiiten, 10 % Sunniten); daneben Christen, Parsen, Baha´i, Juden, Zoroastrier
geplante Einreise:2004/03/04
geplante Ausreise:2004/04/18

Reisebericht vom 2004/04/04
Wer kann sich noch an die elendslangen Schilderungen erinnern, die wir am Anfang von Aegypten ueber die Einreise-buerokratie bei der Einreise geschrieben haben? So manche Travellers haben sich schon bedankt, dass sie irgendwo aktuelle Infos bekamen – aber sorry, was hier am Hafen von Bandar-e Abbas an Papierkram abgeht, koennen wir unmoeglich rekonstruieren. Auf der an der “Straße von Hormuz” (Persischer Golf) gegenueber liegenden Seite in Sharjah (Vereinte Arabische Emirate), ging es ja noch super easy – Ticket in der Schiffsagentur (Oasis Freight Agency) kaufen, zum Hafen fahren (alles in einem Gebaeude) und den Rest vom Papierkram erledigen. Die Zoellner an der Grenze Oman – Emirate haben z.B. das Carnet de Passage nicht abgestempelt (wenns nicht sein muss zeigens wir auch gar nicht her – erspart nur troubles). Die Jungs vom Customs auf alle Faelle wollen das Motorrad aber nicht verschiffen ohne ein ordnungsgemaesses Carnet – also haben sie einfach Einreise und Ausreise gemeinsamm gestempelt. Soweit fuer Technokraten.

Die “Iran Hormuz 24” läuft puenktlich um 20:oo Uhr aus. Auf dem Schiff lernen wir Sina (ein cooler, 22-jaehriger Bursch aus Teharan), seinen Vater und dessen neue Freundin kennen. Er spricht gut Deutsch und bietet sich als Dolmetscher und Checker in allen Lebenslagen an. Sie organisieren uns einen Schlafplatz am Schiff, bestellen Essen und trinken fuer uns. Dann (wir hoffen, Sina wird es nie bereuen) lernen wir iranische Gastfreundlichkeit kennen - “Ihr seid doch meine Freunde, ich muss euch helfen. Ich geh mit euch mit und wir bringen das Motorrad aus dem Hafen!”. “OK- solche Formalitaeten koennen dauern, vielleicht 2 Stunden, erst dann sind wir draussen.” Erst ist Sina noch sehr optimistisch – dass er sich mit unserem Papierkram aber dann aber insgesammt 5 Stunden die Fuesse wund laeuft, mit dem hat keiner gerechnet.

Von einem Buero ins naechste, dazwischen wieder in die Stadt, dann zurueck zum Gebaeude X um wieder bei A zu landen usw., zwischendurch ein paar Kopien von Seite 1,3 und 8 faellig? Ruhig mit Aegypten vergleichbar. Dort herrschte offensichtlich Chaos. Aber hier im Iran gibt sich alles den Anschein, gut organisiert zu sein, Computer auf jedem Schreibisch, jeder weiss, wann er dran ist, d.h. nach welchen Stempel, Unterschrift er weiter arbeiten darf. Alles im allem haben wir den Stempelrekord gebrochen.

Der Witz zum Schluss – als Allerletztes werden alle Daten, wie in guter alter afrikanischer Manier, in ein dickes fettes Buch geschrieben. DANKE – Sina, ohne ihn haetten wir sicher am Hafen uebernachten muessen.


Reisebericht vom 2004/04/04
Nur eine kleine Frage: Kann sich das jemand bei uns in Oesterreich vorstellen? Wer wuerde einem Auslaender wie selbstverstaendlich bei Buerokratie-Scheiss helfen, geschlagene fuenf Stunden lang? Voellig selbstlos, und auch noch allfaellige Gebuehren fuer ihn bezahlen und ihn dann noch zu sich nach Hause einladen?

Wir fahren rauf ins Iranische Hochland, grandiose Landschaft, es wird langsam kuehler, manchmal ziehen dicke Regenwolken auf. Trockene Gebirgsketten wechseln sich ab mit grünen Oasen-Taelern und Orangenplantagen.

Es ist nicht mehr so sauheiss und schwuel wie am Meer. Ulli bleibt ploetzlich stehen und schreit beigeistert, auf den Horizont zeigend: “Schau Arthur, Schnee!” - der entpuppt sich aber beim Naeherkommen als weisser Kalkstein (oder Marmor), der in dem grellen Sonnenlicht echt wie Schnee ausschaut.

Wer kann sich noch an die Worte des schwer genialen Bayrischen Publikumspreisgewinners von El-Mundo 2002 erinnern? “Gscheid koid is worn dort untn im Iran. Des hot ma jo koana xogt, dass in Persien a Schnee liegt!”, kommt es Arthur in den Sinn und er muss schmunzeln.


Reisebericht vom 2004/04/04
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Der Fruehling kommt. Die kuscheligen Raupentierchen in der Winter-Umpuschelung ueber unserem Salewa-Inn verpuppen sich bald. Und dann schluepfns aba. Yesyes. ;-)

Endlich wieder das Leitungswasser trinken koennen!

Dornenbusch. Do foid uns ka Bildtext ein. Gstochn hot a mi auf jedn Foi, des Gfrast.


Reisebericht vom 2004/04/04
Der Verkehr im Iran ist heftig. Ueberholmanoever muessen gefaehrlich sein, sonst zahlt sichs nicht aus. Kommt an die Wahnsinnigen im Jemen heran. Aber warten wir mal auf Teheran...

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Reisebericht vom 2004/04/04
Neujahr in Persien ist so ziemlich das groesste Fest im iranisch-islamischen Jahreskreis. Es wird zwei Wochen lang im Maerz gefeiert. Wir erleben das Land also von Beginn weg in ausgelassener Ferienstimmung. Wir schreiben jetzt das Jahr 1383 im Islamischen Kalender (622 n.Chr. floh Mohammed von Mekka nach Medina. 622 +1382=2004). Einem Aberglauben folgend verlassen die Iraner am 13.des ersten Monats ihre Haeuser, niemand bleibt daheim, damit das naechste Jahr unter einem guten Stern stehe. Die Folge: Alles picknickt. Alles.
Zu viert oder fuenft auf einem (1) kleinen Moped gehts ins Gruene, mit Picknickzeugs versteht sich. Lastwaegen voller Menschen, Ladeflaeche voll und im Fuehrerhaus noch einmal gezaehlte elf Koepfe. Die Mini-Pkw mit acht Leuten und mehr und einem Dach voller Camping-Zeugs gondeln vor uns her, die Menschen winken und lachen alle, an den Tankstellen gibts den Megastau.

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Reisebericht vom 2004/04/04
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Zufaellig wollen wir an diesem Tag nach Persepolis (Naehe von Shiraz),

dem einstmaligen Zentrum persisch-iranischer Kultur, Hauptstadt des Weltreiches von Darios und Xerxes, die im Endeffekt erst Alexander der Große vernichten konnte.

Was wir nicht gewusst haben: Exakt dorthin stroemen an diesem Tag tausende von Neujahr-Feierern. Mit Kindern, Tanten, Onkeln, Omas, Opas, Neffen, Nichten, Cousins und Cousinen und riesigen Picknickkoerben. Und Federballschlaegern.


Reisebericht vom 2004/04/04
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Und mit Foto- und Videokameras.

Persepolis ist wirklich sehenswert,

eine sensationelle Mischung aus antiken Kunststilen.


Reisebericht vom 2004/04/04
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Wir sind fast die einzigen Auslaender unter den tausenden Ausflueglern – und dementsprechende Attraktion.

Viele, auch oder vor allem Frauen, wollen ihr Englisch erproben und packen die Gelegenheit am Schopf: Where are you from? Where are you go?

So oft haben wir in so kurzer Zeit bisher kaum erzaehlt, woher wir kommen und wohin wir gehen. Und so oft sind wir noch nie fotografiert worden. In wie vielen iranischen Familienalben wir wohl bald kleben werden...


Reisebericht vom 2004/04/04
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Aber wir drehen den Spieß oft um und fotografieren zurueck.

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Reisebericht vom 2004/04/04
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Persepolis.

Persepolis.

Ende der Peinlichkeit: DAS ist das UR-Kamel, das mit den zwei Hoeckern. Schlussauspunkt. Gefunden in einem mehr als 2000 Jahre alten Relief in Persepolis. (Unser Schmalspurnomaden-Logo hat ja zwei Hoecker – großer Fehler in Afrika und im Nahen Osten: Dort haben die Viecher naemlich nur einen davon...)


Reisebericht vom 2004/04/04
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Nach diesen turbulenten Stunden finden wir hier unsere letzte Ruhe. Das ist Camping nach unseren Vorstellungen.

Nach so vielen Tagen Nomadentum leert sich der Waescheschrank bedenklich. Waschtag ist angesagt.

Souk von Shiraz - einer der schoensten die wir bisher gesehen haben. Und diese vielen Teppiche... unsere Augen sind schon wund geschaut vor lauter schoen!


Reisebericht vom 2004/04/04
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Im Iran muss jede Frau außer Haus ihr Haar bedecken und einen (weiten) Mantel mindestens ueber die Hueften tragen. Darunter ist die Waesche dafuer umso modischer. Elegante Kleider, neueste Designerjeans, Nike-Turnschuhe der letzten Saison, italienische Markenschuhe leuchten unter den weiten Tuechern hervor. Ich (Ulli) selbst hab meist unter dem Helm ein Tuch auf und auch den duennen knielangen Mantel an. Das ist vielleicht fuer eine Touristin leicht uebertrieben, aber fuer mich passts. In dieser Verkleidung falle ich auch nicht gar so auf, wenn wir durch die Stadt spazieren. Kopftuch ist aber auf jeden Fall Pflicht, wenngleich manchmal von kessen Frauen auch cool als Hinterhaupt-Bedeckung gebunden, Sonnenbrille ins Haupthaar gesteckt. Schminke und Lippenstift fehlen bei keiner Frau. (Ulli: "Ich muss diesbezueglich glaub ich noch ein bissi an mir arbeiten.")

Auch King Arthur moechte sich neu einkleiden. Im Suq von Shiraz findet er endlich das Passende: Ein vier Kilo schweres topmodernes total stichsicheres Kettenhemd. Samt Muetze. Der letzte Schrei in der Tafelrunde.

Die Teehaeuser in Shiraz sind Oasen. Hier das Hammam Vakil, ein umgebautes Bad.


Reisebericht vom 2004/04/04
Iranisches Kino ist großes Kino. (Sie spielen auch keine auslaendischen Filme im “Gottesstaat”. Auch Satelliten-Empfaenger sind nach wie vor mit Strafen belegt, erzaehlt uns ein Kellner). Wir koennen euch zwar nicht mal den Titel dieses – Praedikat sehenswerten - Filmes nennen – alles in Farsi (Persisch). Aber die Handlung haben wir mitbekommen: Reicher Yuppie-Sohnemann ueberfaehrt im Uebermut einen alten Mann. Der stirbt. Yuppie fuehlt Reue und versucht, etwas wieder gut zu machen, indem er sich mit dem Sohn des Verstorbenen, einem tolpatschigen Kungfu-Fan, anfreundet. Der drischt ihn aus Wut zusammen, aber langsam entsteht eine skurille Freundschaft. Yuppie hilft Kungfu bei Freundin-Anbraten. Tragisch-Komisch. Bei Musikszenen singt das Publikum mit, lacht, kreischt, klatscht. Und einen Gag haben wir verstanden: Sitzt der neu auf Yuppie gestylte Kungfu vor seiner Angebeteten im Fastfood-Restaurant beim ersten Rendevous. Kellner kommt. Kungfu nervoes, bestellt das, was ihm sein Yuppie-Freund eingelernt hat: “coffee-shop”. Frau fragend und leicht verstoert. Kungfu erfaengt sich: “Aehhh, co..., ca....., capu..., capuccino!” Soweit so iranisch.

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Reisebericht vom 2004/04/04
Sie haben uns erspaeht, als Ulli aufs Klo geht. Beim Rückweg versperren schon fuenf Frauen neugierig lachend den Weg. Woher? Wohin? Warum? Mit Motorrad? Diese nette Familie aus Yazd hat ein paar Ferientage im Zand-Hotel in Shiraz verbracht, wo auch wir uns einquartieren. Die 17jährige Mina (rechts, kurze Haare, braunes Shirt) ist Wortführerin, sie ist des Englischen ausserordentlich maechtig. Mit lauter Stimme dolmetscht sie, die Fragen, auch von unserer Seite, sprudeln durcheinander. “Seid ihr verheiratet?” - “Nein, auch wenn wir normalerweise sagen, wir sind verheiratet.”. Mina: “Ach, ich weiss. Bei uns muss man verheiratet sein, sonst kommt gleich die Polizei und verhaftet uns. Aber im Geheimen machen wir das schon. Zuhause, in den Familien ist alles ganz anders.” Das passt gut zu dem, was uns ein Englisch-Lehrer erzaehlt: “Junge Leute machen schon Liebe miteinander ohne Heirat – aber eben ganz geheim.” Mina jedenfalls ist fuer ihr Alter unglaublich selbstbewusst, wie uebrigens die meisten Frauen hier. Sie wollte frueher Zahnaerztin werden, sagt sie. Aber jetzt lernt sie neben der Schule in privaten Kursen Englisch – deshalb will sie Englisch-Lehrerein und Touristen-Fuehrerin werden. Wir muessen versprechen, falls wir nach Yazd kommen, sie unbedingt zu besuchen. Zwischen picksuessen Zucker-Leckereien und schwierig zu knackenden Koerndln-Snacks tauschen wir Adressen (auch email) aus und freuen uns, dass wir uns miteinander so koestlich unterhalten koennen.

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Reisebericht vom 2004/04/10
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Ein älterer Mann in Shiraz bietet sich in schwer verständlichem Englisch als Touristenführer an: Seine Visitenkarte, handgeschrieben. Es empfiehlt sich, sie am Bildschirm zu vergrößern. Herrlich.

Man weiß ja gar nicht, welche Moscheen man/frau besichtigen soll.

Die irre Spiegel-Moschee in Shiraz ist aber ganz speziell- you get crazy in it.


Reisebericht vom 2004/04/10
Fahrt von Shiraz nach Isfahan, Traumwetter, Schneeberge, Fruehling pur – den Regen haben wir in Shiraz abgewartet, mit viel Rumknotzen und Herr Lehmann lesen... danke Pixie!

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Reisebericht vom 2004/04/10
Reisen im Iran ist hoechst angenehm, die Kinder sind super – neugierig, aber niemand bettelt oder ist zu aufdringlich.

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Reisebericht vom 2004/04/10
Wir treffen Laura und Bastien, zwei Franzosen, wieder – eine Riesenfreude! Wir haben in Aethiopien/Djibouti nette Tage gemeinsam erlebt. Sie sind inzwischen nach Eritrea, von dem sie schwärmen, dann mit Flugzeug nach Damaskus und über Tuerkei/Kurdistan nach Iran. Sie veraengern extra ihren Aufenthalt in Isfahan und wir genießen die Stimmung im Teehaus in der Fußgaengerbruecke Si-o-se, durch das der Fluss rinnt.

Im Bus sind Maenner und Frauen getrennt, Frauen hinten, Maenner vorne. Damit ois sei Urdnung hot und die Mullahs ihr Freid.

Take a seat and just rest! 15 minutes only, weil der Andrang ist gross. Ka Wunda, wonns sooo schee is.

Soiche (Wasser)pfeifen.


Reisebericht vom 2004/04/10
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" A woman modest dressed is a pearl in its shell" / Eine ordentlich bekleidete Frau ist wie eine Perle in der Muschel. Das Pickerl klebt im Teehaus am Spiegel. Laura und ich nehmens uns zu Herzen, versprochen.

In Isfahan bestaunen wir die feinen Mosaike mit denen die Moscheen innen ausgekleidet sind.

Die Kuppeln wirken fast außerirdisch. Nicht von Menschenhand gemacht.


Reisebericht vom 2004/04/10
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Isfahan.

Frauen-Moschee in Isfahan.

Isfahan.


Reisebericht vom 2004/04/10
Irgendwie, liebe Logvoegelchen, begleiten und die Teppich-Geschichten. Denn irgendwie faengt er uns ein, der junge Teppichhaendler Medi in Isfahan. Dabei wollten wir wirklich zielstrebig in die Khomeini-Moschee. Ploetzlich stehen wir in seinem Shop in Isfahan im Suq und bestaunen seine Kunstwerke. Und in der Tat, das sind sie: Er kauft die Kelims direkt von den Nomaden, faehrt drei Monate im Jahr zu ihnen, teilweise mit Esel, und versucht, gute Stuecke und einen noch besseren Preis rauszuhandeln. Nicht ganz ungefaehrlich, vor allem zur pakistanischen Grenze hin, wo die Heimat der Schmuggler ist. Statt Tee bekommt man Opium angeboten als Willkommensgruß, erzaehlt er.

Zufaellig plant Medi, zu einem Stamm 200 km suedlich von Isfahan zu fahren., um ein paar schoene Stuecke, die er schon laenger im Sinn hat, zu kaufen. Freitag ist ausserdem, sein Shop ist zu, wir machen einen Ausflug auf den Motorraedern, um die Nomaden zu besuchen.

Immer hoeher windet sich die Strasse in die Berge, Schnee liegt neben der Fahrbahn. Unsere Finger werden kalt, Medi, der hinter Arthur auf dem Bike sitzt mit seinem extra neu gekauften Helm, ist ueber Ullis Fleece-Jacke und Sturmmuetze hoch erfreut.

Wir schauen in zwei entlegene Taeler, wo zwei verschiedene Familien ihre Sommerresidenz haben. Doch denen ist es anscheinend auch zu kalt, die sind noch im Sueden und kommen erst in rund zwei Wochen, teilen uns die Familienmitglieder mit, die das Lehm-Steinhaus schon vorbereiten fuer die Ankunft.


Reisebericht vom 2004/04/10
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Nix Nomaden, nix Teppiche ...

– aber die Schmalspurnomaden haben bei der bereits eingekauften Ware in Medis Shop zugeschlagen:

Wir erstehen zwei wunderbare Kelims (Web-Sticktechnik,nicht geknuepft), der uns einen guten Preis macht und sie fuer uns nach Oesterreich verschickt. Der Typ ist schwer zu empfehlen, er liebt die Nomaden und ist mit den Teppichen verheiratet, wie er sagt.


Reisebericht vom 2004/04/10
Seine Adresse, fuer alle potentiellen Teppich-Freaks: Mohamed Mashayekhi, Spitzname Medi, Chitsaz bazar malek Alley, Isfahan, Iran, sein Shop heisst PERSEPOLIS CARPET und ist ganz in der Naehe des großen Platzes in Isfahan. Mobiltelefon: (0098).91.311.19.150, email: meh571@yahoo.com


Reisebericht vom 2004/04/10
nu amoi:

" A woman modest dressed is a pearl in its shell" / Eine ordentlich bekleidete Frau ist wie eine Perle in der Muschel. Das Pickerl klebt im Teehaus am Spiegel. Laura und ich nehmens uns zu Herzen, versprochen.


Reisebericht vom 2004/04/10
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Ja, liebe cool girls, so wuerdet ihr im Iran aussehen! Die stehen ganz furchtbar auf diese schoenen modernen Plastikringe. Ulli uebrigens auch ;-)

Opa Mohamed moechte unbedingt ein Foto. Von ihm und seinem Shop.

Im Sandwich-Laden hat er uns glatt den Goldfisch-Hamburger verweigert, der Lauser. Übrigens: Das Essen im Iran ist furchtbar. Echt. Fast food a la USA.


Reisebericht vom 2004/04/10
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Revolutionaere Geldspende-Boxen ersetzen quasi das Sozialsystem: Das gespendete Geld wir an Arme, die eine spezielle Armen-Karte vorweisen muessen, verteilt. In den vergangenen Jahren werfen die Leute aber angeblich weniger rein, weil sie der Regierungsnahen Organisation misstrauen: “Die unterstuetzen doch den Krieg in Palaestina und andere Radikale Moslems.” Glaeubige wohlhabende Moslems muessen – eine der fuenf Saeulen des Islam – ein Zehntel ihres Einkommens den Armen spenden.

Khomeini ueberall. Ist zwar schon eine ganze Weile unter der Erde, aber er uns seine Nachfolger sind im Strassenbild ueberall praesent.

Ein junger Iraner, der uns diese geschmueckte 400 Jahre alte Moschee zeigt: “Nein, ich geh hier nicht her beten und hoer mir den Mullah stundenlang an. Junge Leute moegen die Mullahs nicht.” (Mullah ist hier die Bezeichnung fuer moslimische Geistliche.)


Reisebericht vom 2004/04/10
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Am Fluss-Boulevard in Isfahan ist high life am Abend: Picknick, wie alle Iraner es heiß lieben, Volleyball, Gitarre-Spielen. Hauptsache aber: modisch gestylt und cool.

Diese ausgewanderte Aserbeidschaner-Iranerin treffen wir im Teehaus am Emam-Platz in Isfahan. Zwar lebt sie in Atlanta, USA, in iranischer Nachbarschaft, aber seit dem 11. September hat sich die Stimmung gegenueber Moslems merkbar verschlechtert. Sie ist gebildet, Apothekerin, kennt Amerika, aufgeschlossene Frau also.

Beim Abschied streckt ihr Arthur die Hand zum Gruss entgegen, sie blickt verunsichert links und rechts, weiss nicht recht, was sie tun soll, schuettelt ihm dann doch die Hand und sagt: “Unsere Regierung (die iranische, Anm.) mag das nicht, wenn Frauen fremden Maennern die Hand geben.”


Reisebericht vom 2004/04/10
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Am Fluss-Boulevard in Isfahan ist high life am Abend: Picknick, wie alle Iraner es heiß lieben, Volleyball, Gitarre-Spielen. Hauptsache aber: modisch gestylt und cool.

Diese ausgewanderte Aserbeidschaner-Iranerin treffen wir im Teehaus am Emam-Platz in Isfahan. Zwar lebt sie in Atlanta, USA, in iranischer Nachbarschaft, aber seit dem 11. September hat sich die Stimmung gegenueber Moslems merkbar verschlechtert. Sie ist gebildet, Apothekerin, kennt Amerika, moderne, aufgeschlossene Frau also.

Beim Abschied streckt ihr Arthur die Hand zum Gruss entgegen, sie blickt verunsichert links und rechts, weiss nicht recht, was sie tun soll, schuettelt ihm dann doch die Hand und sagt: “Unsere Regierung (die iranische, Anm.) mag das nicht, wenn Frauen fremden Maennern die Hand geben.”


Reisebericht vom 2004/04/10
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“Das ist ok, das ist gut. Ich mag Amerika nicht.”, sagt ein junger Shopbesitzer und Touristenfaenger in Isfahan. Ein aelterer Mann verabschiedet sich nur schnell, als wir ihn zu diesem Graffitti befragen.

So ganz wissen die Touristen halt nicht, was sie mit den Kleidervorschriften im Iran anfangen sollen. Was dabei rauskommen kann, sehen Sie, verehrteste Logvoegelchen, bittescheen hier.


Reisebericht vom 2004/04/15
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Schokiiiiiiiiiiiiii!!! Danke Anke, danke Chris fuer euer Packerl! Fuer den Osterhasen-Schokotiger Arthur genau das Richtige!

Wir sehen die Familie wieder, die wir am Schiff kennengelernt haben – sie laden uns zu sich nach Hause ein, wir duerfen bei ihnen wohnen.

Gemeinsam wird am Teppichboden gegessen, die Gastgeber nehmen sich den ganzen Tag Zeit fuer uns und zeigen uns die Stadt.


Reisebericht vom 2004/04/15
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. Natuerlich knotzen wir viel in der Wohnung rum, spielen Backgammon, sehen fern, plaudern – denn da sind die Iraner Nummer eins in der Welt. Samira, die zehnjaehrige Tochter von Hr. Mirzas Freundin, verzichtet sogar ein paar Tage aufs Schule gehen wegen uns. Und wegen Schlafmangels, die Kleine ist ja meist fast so lange wie wir auf, bis 2 oder 3 Uhr morgens.

Mit Ali-Gustav, dem besten aller Iraner ;-), fahren wir zu einem Freund. Dort ist zufaellig ein anderer Besuch. Der laedt uns gleich wieder zum Essen ein. Wir fahren dort hin. Ein serioes wirkender Herr, Fabriksbesitzer. . .

Die 17jähriger Tochter ist der volle Kino-Fan. Sie zeigt uns ihre Poster von Mohamad Reza Gholzar, einem sehr beliebten Schauspieler, die Oma Goli schimpft mit uns, nachdem Gustav ein paar abfaellige Bemerkungen ueber die iranische Geistlichkeit/Regierung gemacht hat. Schließlich ist ihr Bruder ein hoher Mullah in Qom. Und gegen den Bruder kann eine Frau nix sagen. Das ist so.


Reisebericht vom 2004/04/15
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Nach dem Essen schiebt er Frauen und Kinder aus dem Zimmer, holt Pfeife und braunen Gatsch. Opium. Er zeigt uns, wie man rauchen muss. Zuerst eine Wurscht formen, weich rollen

und dann Stück fuer Stueck auf die Pfeife legen und den Rauch durch ein kleines Loch ins Innere der Pfeife ziehen. Knistern muss es an der Kohle, dann ists richtig. “Gesund, so verrueckt gesund ist das”, schwoert Gustav. “Fuer die Knochen, saaaehr gut!” Na, was tut man/frau nicht alles fuer seine Gesundheit.


Reisebericht vom 2004/04/15
Im Norden von Tehran gibts einen Canyon mit vielen Teestuben und Restaurants. Ab zehn Uhr Abend gehts hier rund. Darband, wunderschoener Platz. Samira freut sich ueber Zuckerwatte und wir uns ueber das Pootsch-Gol-Gesellschaftsspiel.

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Gustav

Darband, Gastronomie-Canyoning de luxe, gell Nikola! (Alkohol nur undercover)


Reisebericht vom 2004/04/15
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Pootsch/Gol, DAS Spiel!

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Beim Verkehr ist Tehran echt Nummer ein in der Welt. Ich schwoers. Und zu siebt im Mini-Pekan-Auto sitzen, das ist normal. (Die Iraner lieben es, Wertungen aufzustellen. Sie ranken alles. Und noch was dazu. Und seien sie noch so absonderlich, die Reihungen, sie lieben es. Von Mathematik-Olympiade bis bester Pilot, der durch das Tehraner Wahrzeichen, dem Azadi-Bogen, fliegen kann. Die besten Saenger, Poeten, Schauspieler in der Welt – alles Iraner. Und Khomenei? - “Ach, alles Scheisse, die Mullahs”, sagt ein junger Tehraner. “Das ist nicht Iran, das duerft ihr den Leuten daheim nicht erzaehlen!”)a


Reisebericht vom 2004/04/15
Teheran hat kein wirkliches Zentrum, doch beim Emam Khomeiei-Platz kreuzen sich die beiden U-Bahnlinien und dort steht das riesige haessliche Telekommunikationsgebaeude. Ansonsten ist dort nur elendsviel Verkehr.

Emam Khomeini-Square, Tehran

Metro in Tehran - "wie in Deutschland", sagt Sina. Und mit Marmorfliesen. Ein Teil der Waggons ist nur fuer Frauen, der Rest fuer Maenner und Frauen gemischt. Vielleicht keine schlechte Idee fuer Grossstaedte mit hoher Kriminalitaet...

Blick von Tehran auf die Nordkette. Morgen gemma Skifahren!!


Reisebericht vom 2004/04/24
Seid uns gegruesst, hoch verehrteste Logvoegelchen! Ist wieder Zeit fuer ein bisschen Lesefutter, oder?
Wir duerfen noch einige Tage in Tehran erleben: Einer Stadt, in der man/frau nix einfach gschwind so machen kann – die Distanzen zwischen A und B sind enorm, und der Verkehr ist noch enormer. Wer die Namen der zahlreichen Kreisverkehre nicht kennt, ist verloren. Selbst einem geborenen Tehraner, der ein paar Jahre in Deutschland gelebt hat, muss Sina helfen, wieder nach Hause zu kommen: „Nimm das Taxi sowieso bis Kreisverkehr sowieso, dann steig um in das Taxi sowieso...“ Wir sind froh, dass fast immer jemand von der Familie dabei ist, der die Strecken kennt und – ganz wichtig – die Preise. Sonst bist du hier als Tourist sowieso der Deschek.

Tehran

hendlherzen. Arthur: "Mia grausts." Schock fuer die Gastgeber, fuer die das eine Koestlichkeit ist. Dafuer grillt er sie.

Tehran.


Reisebericht vom 2004/04/24
Auch wenn die Frauen im „Gottesstaat“ nur mit Kopftuch und geziemter Hüftbedeckung aus dem Haus gehen dürfen, inklusive Touristinnen, scheinen manche Männer dennoch auf unziemliche Gedanken zu kommen. Im Reifen-Auto-Zubehör-Viertel gehe ich, Ulli, in ein Geschäft, um einen Spanngurt zu kaufen. Der Verkäufer grinst mich überfreundlich an, und gibt mir von einem Regal oben ein paar Gurte zur Ansicht runter. Als er mirs in die Hand drücken will, grapscht er doch glatt auf meinen Busen!! Ich schreie ihn an, stoße in weg, veranstalte ein Riesengezeter, Arthur (der vor der Tür gewartet hat) stürmt rein, was ist los, was ist los??? Dieses Schwein hat mir voll auf den Busen gegriffen, schreie ich, Arthur schreit den Verkäufer ebenfalls an, der zweite Verkäufer im Raum verkriecht sich hinter seiner Budel, der Missetäter tut unschuldig, er wäre ausgerutscht, sagt er. Ich koche vor Wut. Da zieht frau sich eh schon so einen dämlichen Mantel plus Kopftuch an und dann das! Ich will das nicht auf mir sitzen lassen, schmiede Rachepläne. Polizei wär ganz gut, da kriegt er zumindest Angst, auch wenn er sicher mangels Beweis nicht gestraft wird. Ich erzähl das Sina und seiner Familie. Sina geht dann zwei Tage später mit mir in den Laden um den Grapscher nochmals zur Rede zu stellen. Dieser meint, war alles nur ein Missgeschick, und entschuldigt sich nochmals. Zumindest diese Genugtuung hab ich, dass er vor seinen Kunden und seinem Kollegen als Grapscher dasteht. Doch das nächste Mal schlag ich zu. Diesmal war ich zu perplex

Einem Osterhasi sind wir doch über den Weg gelaufen (linx im Bild)

Zu einem abendlichen Flanier-Spaziergang im Mellat-Park ...

... gehoert ein Zwanzig-Zentimeter-Eis.


Reisebericht vom 2004/04/24
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... und eine Bootsfahrt auf dem kleinen Park-Teich.

So verrückt und gefaehrlich die Tehraner Auto fahren, so sicher ist der Boots-Trip: Mit verpflichtender Schwimmweste, keine Spielchen mit gegenseitig Enterns und so –

da ertoent sofort eine boese Stimme aus dem Lautsprecher, die einen streng ermahnt. Only for your safety.


Reisebericht vom 2004/04/24
Wir koennen es erst glauben, als wir ihn wirklich sehen, den Lift. Hinter Teherans Hausberg Tochal liegt die Schi-Region Dizin. Sieht aus, wie bei uns ein vergessenes Schigebiet aus den 70ern. Wir koennen Medi, Mohamad und Sina, allesamt absolute Snowboard-Frischlinge, überreden, sich auch je ein Brett auszuborgen (Ja, sie haben FUENF Snowboard zum Ausleihen! Und Softboots dazu).

Und bald heißts dann tatsächlich „Lektion eins“: Umfallen und aufstehen, umfallen, aufstehen.

Die Jungs kämpfen sich mühsam den ersten Hang runter

- es liegt gerade noch genug Schnee, um zur Talstation abzufahren.


Reisebericht vom 2004/04/24
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Wir versuchen, Sina bei seinen ersten gefahrenen Metern zu fotografieren – leider loest die Kamera ein bisschen verzoegert aus, sodass wir nur Liege-Fotos haben. Besser eines aus der Gondel.

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Freund von Sina, spielt nicht nur E-Gitarre, sondern faehrt auch (bald) Snowboard.


Reisebericht vom 2004/04/24
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Thuraya sind Ullis buschige Augenbrauen schon von Beginn weg ein Dorn im Auge – als gelernte Kosmetikerin laesst ihr das keine Ruhe und am letzten Tag schafft sie es: Mit aegyptisch-persischer Fadentechnik rupft sie alle der Schoenheit abtraeglichen Haerchen aus – auhauhweh.

Mit ein bisschen Farbe im Gesicht sieht sie bald wie eine richtige Perserin aus.


Reisebericht vom 2004/04/24
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Gruppenbild a la Iran. Alle machen Bloedsinn. Hier haben uns unsere Gastgeber maechtig ueberrascht, als sie ploetzlich mit unseren beiden franzoesischen Freunden Laura und Pascal in der Tuer stehen. (Wir haben den beiden Sinas Telefonnummer gegeben.) Ausgelassen ist gar keine Beschreibung fuer das, was dann folgt.

... und sag leise Servus. So geht das hier nicht im Iran. Abschiednehmen tut so weh. Es dauert Tage, bis man wirklich gehen kann. Hier haben wirs schon geschafft, ab gehts nach Turkmenistan!


Reisebericht vom 2004/04/24
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Über die schneebedeckten Viertausender, brrrh, kalt. Vorbei am höchsten Berg von Iran, dem Mount Damavand mit ueber 5000 Metern. Ein ehemaliger Vulkan mit einem kleinen Kratersee. Bastien, we think of you when you climb it and we wish you good luck, take care!!!

Unseren braven Bikes tun wir noch was Gutes. Oelwechsel neben einer Reperaturwerkstatt. Der Chefmechaniker packt seine Geheimtechnik aus, als er vor lauter Umanaundgschaftln merkt, dass er zu viel Oel rein hat: Mit einer Arzt-Spritze saugt er das ueberschuessige Oel wieder raus.

Die Landschaft erinnert uns sehr an Wienerwald-Muehlviertel-Ennstal. Wann haben wir zuletzt ein bluehendes Rapsfeld gesehen? (Ok, a bissl Heimweh plagt uns jetzt schon manchmal.)


Reisebericht vom 2004/04/24
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Nur die Lehmdoerfer hamma dahoam hoit ned a so. Wienerberger-Ziegeln san hoid do wos aundas.

Opa Teestubenbesitzer kurz vor Quchan zaehlt schon achzig Lenze, kann aber immer noch die wichtigsten Englisch-Vokabeln. Das was ein Tee-Standl-Besitzer halt so braucht: „Tea, rice, meat, yes.“

Wir verabschieden uns nun endgueltig vom schoenen Land Iran. Khodafez , good bye, we come again!